Die kommende Bundestagswahl ist für die Zukunft unseres Landes von erheblicher Bedeutung. Der Casino-Kapitalismus von CDU/CSU und FDP haben Deutschland an den Rand des Staatsbankrottes gebracht. Während sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter öffnet, werden die Konservativen nicht müde, ihre Politik schön zu reden.
Im Jahr 2009 wurden fast 800 Milliarden Euro neue Schulden gemacht. Das sind 50% der Schulden, die Deutschland in den Jahren 1945 bis 2009 aufgenommen hat. Zeitgleich wurde im großen Stil öffentliches Vermögen, teils zu Schleuderpreisen, an private Investoren verkauft.
Arbeitsmarktpolitisch beschränken sich CDU/CSU und FDP auf das Kaschieren der Zahlen. Durch 1,–€-Jobs und Weiterbildungsmaßnahmen, durch Aussteuerung älterer Arbeitsloser und das statistische Verstecken von Arbeitslosen wird die Situation am Arbeitsmark nicht besser.
Zeitgleich sank das Lohnniveau und prekäre Beschäftigung wurde zum neuen Modewort. Das sich hinter diesem Wort die Not vieler Menschen verbirgt, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, ist ein menschliches und gesellschaftliches Drama.
Noch immer sträuben sich die Konservativen gegen Mindestlöhne, obwohl diese in weiten Teilen Europas, ohne Schaden für die Wirtschaft, bereits umgesetzt wurden. Auch hier ist der CDU/CSU/FDP das Kapital weit näher, als der Bürger.
Wirtschaftspolitisch hat sich die mangelnde Lernfähigkeit der Union ebenfalls bestätigt. Trotz des drohenden Zusammenbruchs der Weltwirtschaft, trotz Finanzkrise und Wachstumseinbruch heißt die Devise der CDU/CSU: immer weiter so und noch viel schneller!
Längst haben sich Banken und Investmentmanager von der kurzfristigen Schlappe erholt und spielen wieder Roulette mit unserem Geld. Kaum sind die staatlichen Hilfen auf den Konten der Banken angekommen, werden sie gleich wieder auf schwarz gesetzt.
Spekulationen treiben den Ölpreis wieder hoch, Bankmanager klagen ihre Bonuszahlungen aus Steuergeldern ein und der DAX bestimmt mal wieder über Entlassungen von Arbeitnehmern.
Nicht ist geblieben von den Versprechen, den Finanzmarkt nun endlich stärker zu kontrollieren, oder gar zu regulieren. 50 Millionen Euro Abfindung des Porsche-Chefs, teils vom Bürger über steuerliche Abschreibungen mitbezahlt, zeigen das wahre Gesicht der Konservativen.
Umweltpolitisch stagniert die Bundesrepublik. Die wenigen Erfolge, die SPD-Umweltminister Gabriel erzielen konnte, werden durch die Skandale um Krümmel und ständig neu gebaute Kohlekraftwerke relativiert. In Asse strahlt der Atommüll in alle Richtungen und fast monatlich muss ein AKW wegen schwerer Mängel oder Störungen vom Netz genommen werden.
Bildungspolitisch aht die CDU nichts aus den PISA-Studien gelernt. Noch immer wird verhindert, von den positiven Erfahrungen anderer Länder zu profitieren. Das dreigliedrige Schulsystem ist veraltet und sozial nicht gerecht. Es fördert die gesellschaftliche Spaltung und macht Bildung zu einer Frage des geldes.
Eine Regierung aus CDU/CSU und FDP würde das Elend vollenden. Zwar hat sich auch die SPD in der großen Koalition nicht unbedingt mit politischem Ruhm bekleckert, sie war aber eine letzte Kontrollinstanz. Ohne die SPD in der Regierungsverantwortung wäre der Atomausstieg bereits rückgängig gemacht worden und Klimaschutz wäre das Unwort der Regierung.
Zur nächsten Bundestagswahl kann es nur das Ziel sein, eine Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP zu verhindern. Die ehemalige Sekretärin für Agitation und Propaganda der FDJ, Angela Merkel, hat sich überlebt und bleibt politisch unhaltbar.