Klimaziele auch durch Wilhelmshaven nicht erreichbar
30 November, 2007 von
Tim Sommer
Monatelang hat das Bundesumweltministerium an Plänen gefeilt, die versprochenen Ziele bei der CO2-Reduktion zu erreichen. Beim kommenden Klimagipfel in Bali wollten Umweltminister Gabriel und Kanzlerin Merkel eine erste Erfolgsmeldung abgeben. Leider musste sich Sigmar Gabriel nun den von der Umweltschutzorganisation Greenpeace vorgelegten Zahlen beugen.
Greenpeace hatte Gabriel mehrfach darauf hingewiesen, dass seine Klimaziele mit den derzeit geplanten 25!!! neuen Kohlekraftwerken in Deutschland nicht zu erreichen sein. Gabriel gab Greenpeace nun Recht und kündigte eine detaillierte Prüfung der Kraftwerksneubauten an.
Auch Wilhelmshaven trägt durch den geplanten Neubau des Electrabel-Kohlekraftwerks Mitschuld an der Verfehlung der Klimaschutzziele. Während in den Ministerien nun gewerkelt wird, um der drohenden Katastrophe zu entrinnen, freuen sich Wilhelmshavens Politiker über den Klimakiller. Weiterhin wird standfest behauptet, dass das Kraftwerk ein Gewinn für die Umwelt sei.
Auf dem jüngsten Treffen der Bürgerinitiative gegen Kohlekraftwerke, für Klimaschutz in der Ruscherei waren erneut über 30 besorgte und verantwortungsbewusste Bürger anwesend, um die Planungen zur Verhinderungdes Kraftwerks zu verfeinern. Täglich wächst die Gruppe der Kritiker und hat bereits heute eine breite Basis in der Bevölkerung.
Während sich besorgte Bürger Gedanken um unsere ökologische Zukunft machen, ist die Firma Electrabel weiter auf Werbetour durch Wilhelmshaven. Mit bekannten Versprechen, dass ja auch Bauaufträge an ortsansässige Firmen gehen sollen, wird versucht, die Bevölkerung einzukaufen. Umfassende Unterstützung erhält der Klimakiller hierbei vom SPD-Oberbürgermeister Menzel. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Menzel, nach seinem Ausscheiden als Oberbürgermeister, frei nach dem Vorbild des Altkanzlers Schröder, bei einem Energieversorger seine berufliche Zukunft findet.
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